Inklusion und Exklusion im hessischen Schulsystem – eine kritische Bestandsaufnahme der Gruppe InklusionsBeobachtung zu 10 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention
Im Jahr 2009 ist in Deutschland, und somit auch in Hessen, die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen zu geltendem Recht geworden. Der in der Konvention verankerte Anspruch auf inklusive Bildung hat unter anderem zur Schließung von einzelnen Förderschulen und zur Einrichtung von „inklusiven Schulbündnissen“ geführt. Aber ist damit das Ziel der Konvention, der von konservativer Seite gerne unterstellt wird, sie Unterminiere das Leistungsprinzip in unserem gegliederten Schulsystem, tatsächlich erreicht?
Zehn Jahre nach Inkrafttreten der Konvention besucht nach wie vor die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler mit einem festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf eine separierende Förderschule, anstelle einer allgemeinen Schule. Widerspricht der beispielsweise in Frankfurt und Darmstadt geplante Bau von neuen Förderschulen nicht dem Geist der Konvention? Und meint Inklusion eigentlich nicht ohnehin viel mehr, als dass Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf eine allgemeine Schule besuchen, ohne dass sich das Schulsystem und das schulische Lernen insgesamt darüber hinaus weiterentwickelt?
Diese Fragen sollen Anhand einer kritischen Bilanz der Gruppe InklusionsBeobachtung zu 10 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention in Hessen diskutiert werden. In der Gruppe InklusionsBeobachtung haben sich zivilgesellschaftliche Akteure zusammengeschlossen, um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Hessen kritisch zu begleiten. Im Rahmen dieser online-Veranstaltung sollen die wesentlichen Befunde und Probleme anhand dieser im Dezember 2019 erschienenen Broschüre erarbeitet werden.

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