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ver.di und Jusos appellieren an SPD-Abgeordnete: Diese Gesundheitsreform schadet uns allen

ver.di und Jusos appellieren an SPD-Abgeordnete: Diese Gesundheitsreform schadet uns allen

Frankfurt 08.07.2026 – Die südhessischen Jusos und die Gewerkschaft ver.di appellieren gemeinsam an die SPD-Bundestagsabgeordneten, der geplanten Gesundheitsreform am kommenden Freitag nicht zuzustimmen. Durch die Abstimmung drohen Kürzungen im Gesundheitsetat im zweistelligen Milliarden-Bereich. Geld, das laut ver.di nicht folgenlos entnommen werden kann:

„Wir werden nicht zusehen, wie die hart erkämpften Verbesserungen der Arbeitsbedingungen der Beschäftigten im Gesundheitswesen wieder rückgängig gemacht werden. Es geht um viel – für die Beschäftigten im Gesundheitswesen, für die Patientinnen und Patienten und für alle gesetzlich Versicherten und deren Arbeitgeber, für die die Reform gemacht wird. Wir wissen, wie wichtig eine gute Gesundheitsversorgung ist, und wir kennen den Wert der Arbeit der Beschäftigten im Gesundheitswesen. Deshalb erwarten wir Respekt, verlässliche Rahmenbedingungen und gute Arbeitsbedingungen – nur so kann die Versorgung langfristig gesichert werden. Statt Leistungen zu kürzen, Zuzahlungen zu erhöhen und Personal abzubauen, muss die Bundesregierung die gesetzliche Krankenversicherung endlich finanziell solide aufstellen. Die geplanten Veränderungen gefährden die Attraktivität der Pflegeberufe und der Ausbildung – und das ausgerechnet in einer Zeit, in der durch den demographischen Wandel dringend mehr Fachkräfte gebraucht werden. Das ist unverantwortlich.“, sagt Stefan Röhrhoff, Landesfachbereichsleiter Gesundheit, soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft von ver.di Hessen.

Rodan Zeybek, Bezirksvorsitzender der Jusos ergänzt: „Ich erwarte von SPD-Abgeordneten, dass sie an der Seite der arbeitenden Menschen stehen. Die Bundesregierung betreibt gerade Klassenkampf von oben gegen uns alle. Während den Pflegekräften künftig der Lohn genommen wird, wird uns das Krankengeld gekürzt und das Auskurieren erschwert. Ein Attest ab dem ersten Krankheitstag oder die Einführung von Teil-Arbeitsunfähigkeit soll Kranke zum Arbeiten zwingen und den letzten Tropfen Arbeitskraft aus uns herauspressen. Es braucht jetzt eine selbstbewusste Fraktion aus mutigen Abgeordneten, die zu diesem Mist ‚Nein‘ sagt.“

Die Jusos und ver.di planen, gemeinsam mit vielen weiteren Betroffenengruppen am 12.09. in Frankfurt gegen die Kürzungspolitik zu protestieren. Aufgerufen dazu hat das Bündnis UNKÜRZBAR – Rhein-Main steht zusammen.

KONTAKT:

Jusos Hessen-Süd
Isabelle Emig
is***********@*pd.de
49 173 6468833

Pressestelle ver.di Hessen
Ute Fritzel
Ut*********@***di.de
49 170 8142532

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