Rechenschaftsbericht 2018

Rechenschaftsbericht 2018

Auf der Jahrshauptversammlung am 21.4. 2018 legte Lukas Dittrich (bis dato stlv. Vorsitzender) folgenden Rechenschaftsbericht ab, in dem er die Arbeit des vergangenen Jahres zusammenfasste:

Liebe Genossinen,
Liebe Genossen,

ich darf euch heute berichten, was im letzten Geschäftsjahr bei den Jusos Wetterau so alles passiert ist.
Seit der letzten JHV am 30. April haben sich die meisten von euch aktiv eingebracht und wissen damit, dass man darüber gut 2,5 Stunden erzählen könnte, ich versuche mich aber etwas kürzer zu halten.

Bei der letzten JHV wählten die Mitglieder Fabian Hassebrock zum Vorsitzenden und bestimmten Sarah Krampitz und mich zu seinen Stellvertretern. Nachdem Fabian aufgrund seines Studiums zurücktrat, übernahm ich die Verantwortung kommissarisch. Im Überblick denke ich, dass wir gut Zusammengearbeitet haben. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Mit mittlerweile 4 Juso-Ortsgruppen in Büdingen, Bad Vilbel, Friedberg und Niddatal und über 50 Aktiven in der Wetterau muss man in den Jahrbüchern schon eine ganze Weile blättern, um ein Jahr zu finden, in dem bei uns ähnlich viel los war.
Auch wir haben vom sogenannten „Schulz-Effekt“ profitiert. Es gibt aktuell 290 Jusos in der Wetterau, etwa 75 Neueintritte gab es seit Mai letzten Jahres. Durchschnittsalter von 25,8 Jahren. Etwa 1/3 unserer Mitglieder sind weiblich und 2/3 männlich.

 

Zentral war im letzten Jahr natürlich der Bundestagswahlkampf.
Die Unterstützung von Natalie Pawlik und Bettina Müller, die beide mit einem enormen Pensum und viel Herzblut um Wählerstimmen gekämpft haben, war für uns Ehrensache. Ich weiß, dass viele von euch, mit den Hausbesuchen und den Wahlkampfständen, gelegentlich über ihren eigenen Schatten gesprungen sind. Und bei den Übernachtplakatierungen und den Frühverteilaktionen an ihre persönliche Belastungsgrenze kamen.
Der Dank gehört deshalb euch, die einen Wahlkampf in dieser Form überhaupt erst möglich gemacht haben.

So herausragend wie die Ergebnisse in der Wetterau auch waren, bei der Wahl zum Bundestag hat die SPD zum wiederholten Male eine herbe Niederlage eingesteckt. Zum Glück hat nun auch der letzte Funktionär in Berlin erkannt, dass die deutsche Sozialdemokratie tiefgreifende Änderungen nötig hat.
Organisatorisch – Inhaltlich und auch personell.

Wir dürfen selbstbewusst sagen, dass der UB-Wetterau der gesamten Partei schon einen Schritt voraus ist. Wir haben uns aktiv in diesen Erneuerungsprozess beteiligt und bei den Dialogforen und jeder anderen Gelegenheit unsere Vision von sozialdemokratischer Politik lautstark eingebracht.
Die Jusos wurden unbequemer. Die ein oder andere hitzige Debatte die Axel und ich auf dem Unterbezirksparteitagen geführt haben, hat sicherlich nicht jedem älteren Genossen gefallen. Das ist aber auch nicht das Ziel der Jusos. Wir melden uns dort zu Wort, wo es nötig ist und sind bereit hart für unsere Positionen zu streiten. Daran werden sich einige erst wieder gewöhnen müssen.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei der neuen SPD Unterbezirksvorsitzenden Lisa Gnadl bedanken. Liebe Lisa, dass du heute zu unserer JHV kommst und auch Art des Umgangs miteinander, zeigt die Wertschätzung, die unsere Ideen bei dir haben und wir können uns glaube ich alle auf die Zusammenarbeit in den nächsten Jahren freuen.

Eine feste Burg ist unser Kassierer, von dem wir uns heute noch verabschieden müssen, da er nicht erneut für einen Posten zur Verfügung steht. Mit seiner 13 jährigen Erfahrung stand Tobi uns immer zur Seite und löste Probleme, bevor sie überhaupt entstanden waren. Seine Ratschläge waren eine große Stütze und ich hoffe, dass sie es auch weiterhin sein werden.

Ganz ähnlich ist es mit Sarah. Nach 7 Jahren nimmt auch sie heute Abschied von ihrer Arbeit im Vorstand. Trotz der anstrengenden Schichten im Krankenhaus, ihrem Wirken in der Auszubildendenvertretung und in der AfA,  hat sie sich in ihrer freien Zeit den Jusos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank für dein offenes Ohr und deinen ehrlichen Rat.

In diesem Jahr sicher unerfreulich war die Landratswahl. Eine schlechte Kommunikation und auch fehlende Empathie aus der Wahlkampforganisation heraus, haben ein besseres Ergebnis leider verhindert und zum Verlust des Landratspostens geführt. Trotzdem haben wir uns so gut es ging eingebracht. Wahlkampfstände mit Kaffee und Waffeln, wohl ca 10 000 verteilte Wurfzettel, und außerdem die Übernachtplakatierung zeigen, dass wir durchaus bereit waren unseren Beitrag zu leisten.

Nicht unerwähnt darf bleiben, dass es wieder zwei Poetry Slams im Pastis gab, die Rey super organisiert hat und die sehr gut besucht waren. Neben dem kulturellen Anspruch, den wir mit diesen Terminen verbinden, geben die Slams die Möglichkeit in neuen Gruppen bekannt zu werden.

Immer dort, wo man sich Nazis in den Weg stellt, stehen wir mit auf und zeigen Flagge gegen Rechts. Zuletzt in Wetzlar oder auch vor dem Kurhaus in Bad Vilbel.
Und natürlich die Demonstration für Vielfalt und Toleranz in Friedberg, die Fabian für uns in der Kooperation mit vielen anderen Gruppen organisiert hat, unteranderem unserem Kooperationspartner, der AntifaBI, mit denen uns mehr verbindet, als nur eine  Bürogemeinschaft.

Zum Alltagsgeschäft gehört wie jedes Jahr die Juso-Bezirkskonferenz, bei der Natalie als stellvertretende Bezirksvorsitzende wiedergewählt wurde, und Landes und Bundeskonferenzen, zu denen wir mit vollbesetzten Delegationen fahren konnten.
Auffallend war aber vor allem, wie präsent wir auf den SPD Unterbezirksparteitagen waren. Die Jusos stellten zeitweise über 20% der Delegierten.

Vielen Dank für die Disziplin, mit der ihr diese wichtigen Termine wahrnehmt.

Wir machen auch wieder Bildungsarbeit von den Jusos. So zum Beispiel das Gespräch mit KDR zu sozialem Wohnungsbau und Stadtentwicklung in Friedberg, das Plenum mit MdB Bettina Müller zu Gesundheitspolitik. Oder das Grundwerteseminar am Donnerstag, das in Kooperation mit den Jusos FB stattfand. Hierbei konnten wir einiges von Franzis Kommunalakademieerfahrungen und dem Referenten Jan Voss mitnehmen und darauf sicherlich weiterhin aufbauen.
Mit dem Newsletter habe ich versucht, euch einen Überblick über die Termine und andere Vorgänge im Jahresverlauf zu bieten. Ich hoffe, ihr habt euch alle gut informiert gefühlt.
Insgesamt war es ein intensives, aber gleichzeitig auch ungemein erfolgreiches Jahr im Unterbezirk Wetterau.
Da freue ich mich direkt auf das nächste!

Glück auf !!

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