Jusos bedauern Aus für Jugendparlament

Jusos bedauern Aus für Jugendparlament

In einer knappen Entscheidung hat der Kreistag gestern die Konzepterstellung für ein Jugendparlament im Rheingau-Taunus-Kreis mit 23 zu 21 Stimmen abgelehnt. Die SPD hatte beantragt, dass gemeinsam mit den aktiven Jugendorganisationen ein Konzept für ein Jugendparlament erstellt wird.

„Schade, dass CDU, AfD und FWG diese Idee abgelehnt haben. Bezeichnend war, dass 3 von 4 Gegenrednern über 65 Jahre alt waren. Bei dieser Kreistags-Mehrheit sind die Interessen der jungen Generation nicht gut aufgehoben“, so Thomas Wieczorek (29), Juso-Vorsitzender im Rheingau-Taunus-Kreis.

Aus Sicht der Jusos hätte ein Jugendparlament die Chance geboten, engagierten Kindern und Jugendlichen einen Zugang zur Politik zu geben, ihre eigenen Vorstellungen einzubringen und die Kommune nach ihren Vorstellungen mitzugestalten.

„In unserem Kreis leben rund 30.000 Kinder und Jugendliche, die jünger als 20 Jahre alt sind. Auch wenn die meisten von ihnen noch kein Wahlrecht haben, so haben Sie dennoch einen Anspruch darauf, sich zu beteiligen und gehört zu werden. Schade, dass sie diese Chance nun nicht bekommen“, so Sebastian Busch (31), SPD-Landtagskandidat aus Lorch.

Generell bedauern die Jusos, dass sie die einzige Jugendorganisation sind, die derzeit im Kreistag vertreten ist: Von den 15 SPD-Abgeordneten sind immerhin 4 im Juso-Alter. Alle anderen Parteien stellen gar keine Abgeordneten im Jugendalter. „Deshalb ist und bleibt es die Pflicht und Verantwortung der SPD, im Kreistag lautstark für die Interessen unserer Generation einzutreten. Wenn wir es nicht machen, macht es keiner“, so Busch.

„Bedanken wollen wir uns bei der Kreisverwaltung, beim Kreisschülerrat, bei der FDP, den Grünen und den Linken, dass sie unseren Antrag unterstützt haben. Auch wenn es jetzt noch nicht zu einer Mehrheit gereicht hat, werden wir weiter für eine starke Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Rheingau-Taunus-Kreis kämpfen“, so Wieczorek abschließend.

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