Jusos kritisieren steigende Kosten für Hebammenhaftpflicht

BERGSTRASSE. Die Haftpflichtversicherung für Hebammen wird in den nächsten Jahren weiter steigen, so der Deutsche Hebammenverband auf seiner Homepage. Für die nächsten Jahre gibt es zwar eine gewisse Planungssicherheit für Hebammen, allerdings wird die Versicherung in den nächsten  vier Jahren um circa 1500€ steigen. Die jährliche Belastung liegt ab dem 01.07.2017 bei 7.639 €. Die Hebammen sollen durch einen Sicherstellungszuschlag seitens der gesetzlichen Krankenkassen unterstützt werden, dieser wird jedoch nur rückwirkend und auf Antrag ausgezahlt. Da bisher nicht alle betroffenen Hebammen den Zuschlag erhielten, fordert der Deutsche Hebammenverband nun eine Evaluierung der Maßnahme. Außerdem gilt es den stetig steigenden Eigenanteil, der sich durch den Zuschlag nicht verringert, kritisch zu beobachten. Die Jusos Bergstraße schließen sich dieser Forderung an. Die Unterstützung für außerklinisch arbeitende Hebammen muss gewährleistet sein, denn nur so bleibt die Wahlfreiheit des Geburtsortes, welcher im Paragraph 24f Sozialgesetzbuch V verankert ist, erhalten.

Im Kreis Bergstraße gibt es lediglich eine handvoll Hebammen, die Frauen bei einer Hausgeburt begleiten. Auch in den Kliniken mangelt es an Personal.So musste der Kreißsaal des Kreiskrankenhauses Heppenheim in der Zeit vom 18.10.2016 bis 24.10.2016 wegen einer Krankheitswelle vorübergehend schließen. “Dieses Thema betrifft nicht nur werdende Eltern sondern auch werdende Großeltern , Tanten, Onkel und unsere eigenen Kinder. Um die Vielfalt in der Geburtshilfe, der Schwangerenvorsorge und Wochenbettbetreuung zu bewahren, fordern wir mehr Wertschätzung und Anerkennung des Berufs sowie eine Anpassung der Gebührenordnung der Krankenkassen an die tatsächlich Kosten einer freiberuflichen Hebamme”, meinen die Jusos Bergstraße abschließend.

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