Jusos tauschen sich mit DGB aus

Lampertheim. Vergangenen Samstag trafen sich die Jusos Bergstraße mit zwei Vertretern des DGB zu einem Interessenaustausch. Als gemeinsame Schwerpunkte wurden vor allem kostenfreie Bildung, die Unterfinanzierung der Kommunen, die Verteilungsfrage und die Rückkehr zu „normalen“ Arbeitsverhältnissen identifiziert.

Momentan sind circa 45% aller Arbeitsverhältnisse im Kreis Bergstraße prekär.  Der Juso-Vorsitzende Marius Schmidt zeigt sich schockiert über die derzeitige Entwicklung: „ Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer müssen wieder auf einen sicheren Arbeitsplatz bauen können, um sich ernsthaft mit Familien-und Zukunftsplanung auseinandersetzen zu können. „Prekäre Beschäftigung ist gleich Ausbeutung“, macht Horst Raupp, DGB-Regionalsekretär für Südhessen, deutlich.

Einigkeit herrscht auch bei dem Thema sachgrundlose Befristung. Diese muss abgeschafft werden. Sie macht Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erpressbar und schwächt die Gewerkschaften. Dabei haben das Land sowie alle öffentliche Einrichtungen eine Vorbildfunktion.   Vor allem die Befristungen bei der Einstellung von Lehrkräften sind für die Jusos und den DGB nicht akzeptabel.

Mit Blick auf die Bundestagswahl sind sich die beiden Gruppierungen bei einer Partei einig: Die AfD ist marktradikal, neoliberal und Vertreter dieser Partei äußern sich  offen rassistisch. Damit ist sie für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht wählbar. Denn – abgesehen von den nicht vertretbaren fremdenfeindlichen Aussagen – sei eine marktkonforme Demokratie „nur noch Markt und keine Demokratie mehr“, ergänzt der DGB-Kreisvorsitzende Sven Wingerter.

Lizenz zur Plünderung der Haushalte

Öffentlich-Private Partnerschaften- als Beispiel wird die Privatisierung der Autobahnen genannt-  sind die „Lizenz zur Plünderung der Haushalte“. Viel wichtiger sind Investitionen des Staates in Bildung, Infrastruktur und sozialen Wohnungsbau – gerade bei Deutschlands Milliardenüberschüssen im Haushalt.

Der SPD-Nachwuchs und der DGB wollen ihre regelmäßigen Gesprächsrunden beibehalten, denn gerade für die SPD geben Gewerkschaften einen wichtigen Impuls.

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