Jusos unterstützen KSV-Protest

BERGSTRASSE. Die Jusos Bergstraße unterstützen die Ziele und die Protestaktion der Kreisschülervertretung Bergstraße (KSV). Der SPD-Nachwuchs sieht in der Umverteilung von Lehrkräften von der Oberstufe hin zu inklusiven Angeboten und der Nachmittagsbetreuung „eine faktische Stellenkürzung für die gymnasiale Oberstufe.“
Die Jungsozialisten fordern, „dass in einem selbst ernannten Bildungsland Hessen alles gleichermaßen gehen muss: Inklusion, gute Schulbetreuung von Anfang an und ein ausreichende personelle Ausstattung in der Oberstufe.“ Die Schaffung neuer Stellen für Nachmittagsbetreuung und Inklusion sei richtig und notwendig, müsse aber zusätzlich erfolgen. Die jetzige Idee aus dem Kultusministerium verteile den generellen Lehrermangel um: Während in einigen Bereichen aufgerüstet wird, werden in der Oberstufe Lehrerstellen fehlen. Die Folge: Größere Kurse, Wegfall von Kursangeboten und weniger individuelle Förderung in der wichtigen Phase der Vorbereitung auf Ausbildung und Studium.
Die Landesregierung leiste einmal mehr einen Offenbarungseid: Statt endlich Geld in die Hand zu nehmen, um notwendige Investitionen in der schulischen Bildung anzugehen, den Lehrerberuf attraktiver zu machen und individuelle Förderung in allen Jahrgangsstufen gleichermaßen zu schaffen, werden, laut Jusos, „Schulformen und Schüler gegeneinander ausgespielt, weil die schwarz-grüne Landesregierung sich einfach nicht eingestehen kann, das ihr Label Bildungsland Hessen in der Realität an zu wenigen Büchern, zu kleinen Räumen und zu wenigen Lehrern scheitert.“
Die Jusos fordern daher alle SchülerInnen und Schüler in gymnasialen Oberstufen im Kreis dazu auf, am Donnerstag, den 16. Juli ab 8.30 Uhr zum Beauner Platz in Bensheim zu kommen und mit der KSV mit zu demonstrieren.

Diesen Artikel teilen: Facebook Twitter Pinterest Google Plus StumbleUpon Reddit RSS Email

Comments are closed.