Jusos zeigen sich soldarisch

 

Jungsozialisten äußern sich zum Streik der Erzieherinnen

BERGSTRASSE. Die Jusos Bergstraße zeigen sich in einer Pressemitteilung solidarisch gegenüber den streikenden Erziehern und Sozialarbeitern und unterstützen die Ziele von ver.di, DBB und GEW.

Da die Arbeitgeber des Öffentlichen Dienstes nach wie vor kein verhandelbares Angebot vorgelegt haben, würden die Jusos das eindeutige Votum der gewerkschaftlich organisierten Erzieher und Sozialarbeiter in den unbefristeten Streik zu treten ausdrücklich begrüßen.

Aus Sicht der Jusos sei es ein mutiger und folgerichtiger Schritt in den unbefristeten Streik zu treten. Gleichzeitig werben die Jusos um Verständnis bei den von den KITA-Schließungen betroffenen Eltern: „Gerade sie sind nun gefragt, den steigenden Druck an die Arbeitgeber weiterzutragen. Aber auch der SPD Nachwuchs fordert die Verantwortlichen auf, für eine angemessene Entlohnung zu sorgen, stellt jedoch auch klar, dass die Kosten weder auf die Eltern noch alleine auf die Städte und Gemeinden abgewälzt werden dürften: „Der Viernheimer Bürgermeister Matthias Baaß hat recht. Die Bundes- und die Landespolitik dürfen die Gehaltsforderungen nicht einerseits begrüßen, sich aber andererseits aus der Verantwortung zur Finanzierung des Lohnanstiegs herausstehlen“, so die Jusos. Dass der Bund einerseits 38 Milliarden Euro Steuermehreinnahmen verzeichne, Kommunen in Hessen aber andererseits dem Bürger aus finanziellen Nöten durch höhere Grundsteuern in die Tasche greifen müssen, sei ein Skandal.

Fakt sei, dass die sozialen Dienste die Grundlage unseres Sozialsystems bilden. Obwohl Kinder, Jugendliche und Erwachsene täglich auf die Arbeit von Erziehern, Pflegern und Sozialarbeitern angewiesen seien, würde die Arbeit am Menschen nicht dementsprechend gewürdigt. Trotz langjähriger Ausbildung oder Studium, im Falle der Erzieherinnen sogar ohne Bezahlung, seien die Einkommen gering und die Arbeitsbedingungen oft schlecht. Die Anreize sich in der Berufswahl für einen sozialen Dienst zu entscheiden seien dementsprechend gering.

„Der Respekt vor dieser Arbeit darf sich nicht nur in warmen Worten ausdrücken, höhere, nämlich angemessene Eingruppierungen in den Besoldungsstufen wären dringend notwendig“, so der Vorstand des SPD-Nachwuchses.

Neben dem Erhalt der professionellen Bildungsarbeit, die von Erziehern und Sozialarbeitern geleistet wird, geht es um nichts Geringeres als unser Verständnis von sozialer Gerechtigkeit. „Daher setzen wir uns als Jusos Bergstraße an der Seite der Erzieher und Sozialarbeiter für die gesellschaftliche Anerkennung deren Arbeit, bessere Arbeitsverhältnisse und höhere Löhne ein. Um das Dilemma der klammen Haushalte der Kommunen zu lösen, sehen wir das Land und den Bund in der Pflicht, die nötigen finanziellen Mittel für die Kommunen bereitzustellen“, so die Jusos abschließend.

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