Jusos tagen in Viernheim

Unterbezirkskonferenz der Jusos wählt Vorstand neu und verabschiedet umfangreiche Anträge

 

VIERNHEIM. „Politik braucht Partner“, unter dieses Motto des ehemaligen Bergsträßer Landrates Norbert Hofmann stellten die Jusos Bergstraße ihre Unterbezirkskonferenz am vergangenen Samstag in Viernheim.  In seinem Rechenschaftsbericht hatte Vorsitzender Marius Schmidt dieses Motiv aufgenommen, um zu verdeutlichen, „dass Politik Anstöße geben kann und muss, es zu deren Umsetzung aber immer Bündnispartner in Betrieben oder Vereinen und Initiativen braucht, um Wirklichkeiten zu verändern.“ Dass dies durchaus im letzten Jahr vom SPD-Nachwuchs durchaus ernst genommen wurde, zeigte er anhand gemeinsamer Veranstaltungen mit den Jungen Europäischen Förderalisten oder dem DGB. Generell zeigten sich die Jungsozialisten sehr aktiv. Zähle man die Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft im Ried und in Viernheim dazu, so seien „wohl keine 14 Tage vergangen ohne die Jusos aktiv eigebracht hätten.“ Als politische Erfolge wertete er unter anderem den Erhalt von „Tanz der Bässe“ in Lampertheim oder das aktive Eintreten gegen die NPD und ihre Kampagne zur Europawahl in Viernheim. Dies spiegele sich auch in den Mitgliederzahle wider: Seit dem 1. Januar 2013 konnten insgesamt 47 neue Mitglieder begrüßt werden. Um diese auch in die aktive Arbeit zu intergieren, wurde ein Mitgliederbeauftragter ernannt und erstmals ein Grundlagenseminar durchgeführt.

In ihren Grußworten machten Matthias Baaß und Gerald Kummer, Kandidaten der SPD für die Viernheimer Bürgermeisterwahl und für die Landratswahl am 22. März, deutlich, wo ihre Schwerpunkte für die Wahl liegen. Während Baaß auf die sozialen Herausforderungen in Viernheim einging und hervorhob, dass Kommunen als „Talentschmiede“ in der frühkindliche Bildung fungieren müssen. Gerald Kummer machte deutlich, dass ihm „die Anliegen junger Menschen im Amt des Landrats wichtig seien. Schwerpunkte möchte er mit einer Offensive im sozialen Wohnungsbau, der Fortsetzung des Schulbauprogramms für alle Schulformen und die Steigerung des Öffentlichen Personennahverkehrs.

Die turnusgemäßen Neuwahlen des Vorstandes brachten größtenteils einstimmige Ergebnisse. Marius Schmidt erhielt für ein weiteres Amtsjahr das Vertrauen der Versammlung.  Den engeren Vorstand komplettieren als Stellvertreter Fernanda da Silva, Philipp Ofenloch, Maximilian Rühl, Alicia Hanf, David Westerheide und Jakob Strehler. Unterstützt werden sie von sieben Beisitzern.

Politisch stellte die Konferenz wichtige Weichen: Die Jusos forderten per Beschluss die Landesregierung dazu auf, 36 Millionen Euro, die sie vom Bund für die Flüchtlingshilfe erhalten hat, endlich auch an die Kommunen weiterzugeben. Ebenso gab sie ein einstimmiges Signal gegen die ICE-C-Trasse und für einen bergmännischen Tunnel im Bereich Lorsch und Einhausen ab. Ebenso verabschiedet wurde ein umfangreicher Antrag zum Themenkomplex Bildung.

 

Der neue Vorstand:

Vorsitzender: Marius Schmidt (Lampertheim)

Stv. Vorsitzender: Fernanda da Silva (Viernheim), Philipp Ofenloch (Bürstadt), Maximilian Rühl (Lampertheim-Hofheim)

Rechnerin: Alicia Hanf (Viernheim)

Pressesprecher: David Westerheide (Lampertheim)

Schriftführer: Jakob Strehler (Bensheim)

Beisitzer:

Torsten Mörstedt (Lampertheim-Hofheim)

Tobias Stenzel (Lampertheim)

Janina Christophel (Bensheim)

Saskia Wenz (Bürstadt)

Bianka Muhs (Biblis-Wattenheim)

Lena Krasnici (Lampertheim)

Axel Tzschentke (Einhausen)

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