Jusos arbeiten am Thema Bildung

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Zwei Seminare informieren zu den Themen Bildung und Leben

EINHAUSEN/LAMPERTHEIM (red). Bildung in all ihren Facetten ist das Schwerpunktthema der Jusos Bergstraße im Jahr 2014. Bevor demnächst der Landratswahlkampf die Aufmerksamkeit des SPD-Nachwuchses auf sich ziehen wird, sollten zwei Seminarveranstaltungen bereits erste Anregungen zu einer Positionierung in diesem Politikfeld hinsichtlich der Kommunalwahlen im Jahr 2016 liefern. Hierzu gehört mehr als nur das Beschäftigen mit didaktischen Inhalten: „Schon einem lateinischen Sprichwort zufolge kann ein gesunder Geist nur in einem gesunden Körper wohnen. Das macht deutlich, dass es Rahmenbedingungen gibt, die für gute Bildung genauso entscheidend sind das Vermitteln von Wissen an der Bildungsstätte“, so Juso-Vorsitzender Marius Schmidt in seinem Grußwort.

Den Auftakt der Seminarreihe machte eine Veranstaltung zum Thema „Ausbildungspolitik“ in Einhausen. Dabei macht Gabriel Nyc, Jugendbildungsreferent bei ver.Di Südhessen, deutlich, dass insbesondere Gewerkschaften als Garanten für gute Rahmenbedingungen fungieren. „Organisation ist das beste Mittel, um als Azubi von seinem Arbeitgeber ernst genommen zu werden. Gerade Gewerkschaften und die Jugendauszubildendenvertretungen helfen hierbei“, so Nyc. Gleichwohl gebe es in Branchen sehr unterschiedliche Ausgangslagen für Azubis: Im Gesundheitswesen sehe es schlechter aus als beispielsweise in der Metallbranche.

Am vergangenen Samstag schließlich betrachteten die Jusos im Rahmen eines Seminars die Situation der Schüler und Studenten. In zwei Arbeitsgruppen zu den Themen Bildung und Leben erarbeiteten die Jusos unter Leitung der Asta-Vorsitzenden der Goethe-Universität Myrella Dorn und der Juso-SchülerInnen-Gruppen Bundeskoordinatorin Rhoda Thieves Positionierungen, die in Zusammenarbeit mit den Kommunalfraktionen der SPD und übergeordneten Juso-Ebenen umgesetzt werden sollen. Für die Schüler forderte Maximilian Rühl von den Jusos Ried „eine stärkere Flexibilisierung des Schulsystems: Schüler sollen früher Schwerpunkte wählen können, die sie gezielt auf den Beruf vorbereiten.“

Für das Themenfeld „Leben“ wiesen die anwesenden Jungsozialisten auf die Problematik des Wohnraums hin: „Während in den großen Zentren wie Mannheim und Frankfurt der Wohnraum durch fehlenden sozialen und studentischen Wohnungsbau knapp wird, können Städte im Speckgürtel dieser Zentren durch vom Land verordnete Erhöhungen der Grundsteuer und damit verbundene Mieterhöhungen günstigen Wohnraum für Studenten kaum mehr anbieten. Dies ist ein Teufelskreis, den nur eine Förderung des sozialen Wohnungsbau der öffentlichen stoppen kann“, so die Jusos Bergstraße. Für den Bereich des Öffentlichen Personennahverkehr forderten die Jusos einmal mehr, „Landesgrenzen zu überwinden. Nur eine gute Harmonisierung, besser eine Verschmelzung von RMW und VRN sichert, dass Tickets nicht mehr im Norden und Süden des Kreises enden und Verwaltungskosten gespart werden“, so Juso-Pressesprecher David Westerheide abschließend.

 

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