Zwischenlager darf kein Endlager werden

Jusos Bergstraße fordern schnellen Konsens bei Endlagersuche

BIBLIS. Die neuen Legislaturperioden haben grade begonnen, da stehen die neuen Regierungen schon vor den Lasten vergangener Versäumnisse. Die erfolgreiche Endlagersuche für Atommüll aus den Wiederaufbereitungsanlagen soll, in den Augen der Jusos Bergstraße, im Fokus der neuen Legislaturperioden und der Regierungen in Bund und Land stehen. Der schwarz-grüne Koalitionsvertrag der neuen hessischen Landesregierung sieht für die Dauer der Endlagersuche eine Zwischenlagerung des in den Anlagen in La Hague und Sellafield wiederaufbereiteten Atommülls in Biblis vor. Die Jusos im Kreis Bergstraße beziehen nun in der Diskussion um ein Zwischenlager in der Stadt Biblis und die Dauer der Endlagersuche Position. Nach der jahrzehntelangen Nutzung der Kernkraft muss nun auch „für den dadurch verursachten Müll Verantwortung übernommen werden“, so die Jusos. Allerdings, so fordert der SPD, müsse die Suche nach einem Atommüllendlager im Vordergrund stehen. So soll „zuerst ein Endlagerstandort gefunden werden, bevor eine Zwischenlagerung erfolgt“, um den Atommüll nur für einen möglichst kurzen Zeitraum in der Kommune im Ried lagern zu müssen. Dies und „höchste Sicherheitsstandards“ sollten dabei in einem Vertrag zwischen allen Seiten garantiert werden. Laut der auf ihrer Unterbezirkskonferenz verabschiedeten Resolution sei „ein Regionalrat, der sich aus Vertretern aller Beteiligten zusammensetze und den Abbau des AKWs, sowie die Zwischenlagerung in Biblis, konstruktiv vorantreibe, zur breiten Beteiligung der Öffentlichkeit notwendig und ein wichtiges Instrument.“ Daher begrüßen die Jusos die Einrichtung eines solchen Regionalrates, wie ihn die Kreistagsfraktion der SPD beantragt hatte. Marius Schmidt, der neue Vorsitzende der Jusos Bergstraße, forderte die neue Bundesregierung auf ihre Bemühungen auf der Suche nach einem geeigneten Endlager, weiter zu intensivieren. Die kommenden Generationen sollen nicht „unter den radioaktiven Altlasten der Vergangenheit“ leiden müssen. Zudem sei es für den „erfolgreichen Strukturwandel der Gemeinde Biblis“ wichtig, dass zukünftige Gewerbeansiedlungen ohne jene Altlasten angegangen werden können. „Das ist nur durch das schnellstmögliche Finden eines sicheren Endlagers für radioaktive Abfälle in Deutschland möglich. Diese Suche muss dabei konsensorientiert und ohne politische Scheuklappen erfolgen“, so der sozialdemokratische Nachwuchs abschließend.

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