Jusos läuten Generationswechsel ein

Unterbezirkskonferenz ergibt zahlreiche personelle Neuerungen

(red.) LAMPERTHEIM Zahlreich erschienen am vergangenen Samstag die Jusos im Kreis Bergstraße zu ihrer Unterbezirkskonferenz in der Lampertheimer Zehntscheune. Im Fokus standen die Wahl eines neuen Vorstands und die Bestimmung der Delegierten für die Bezirks- und Landeskonferenz, den Bezirksarbeitsausschuss, sowie für den Bundeskongress der Jusos. Nach den Grußworten des ersten Stadtrats Jens Klingler, der unteranderem die finanzielle Situation der hessischen Kommunen bemängelte und die Jungensozialisten ermutigte sich weiter politisch zu engagieren, und des hessischen Landtagsabgeordneten Norbert Schmidt, der vor allem den bestehenden Bildungspolitischen „Flickenteppich“ in Deutschland und den wachsenden bildungspolitischen Partikularismus in Hessen kritisierte, begann Sitzungsleiterin Andrea Kracht –Koob mit der Tagesordnung. Mit der Wahl des Vorsitzenden der Juso AG Ried, Marius Schmidt, zum Vorsitzenden der Jusos Bergstraße fand ein Generationswechsel statt. In seiner Vorstellungsrede betonte Schmidt die Aktualität der Ideale und Werte der Sozialdemokratie, die Notwendigkeit einer aktiven und kritischen Jugendorganisation und die Bedeutung der anstehenden Europawahl. Tobias Pöselt, der drei Jahre lang den Vorsitz ausführte, zieht sich als Stellvertreter in die zweite Reihe zurück. Er kandidiert nun im April für den Bezirksvorstand der Jusos Hessen-Süd. Zur Stellvertreterin wählte der SPD-Nachwuchs außerdem die Lampertheimerin Lena Krasnici. Das Amt des Kassierers besetzt Tobias Stenzel, zum Pressereferenten wurde David Westerheide gewählt. Schriftführer im neuen Vorstand wurde Jakob Strehler. Zu Beisitzern wurden von den Mitgliedern Maximilian Rühl, Philipp Ofenloch, Torsten Mörstedt, Tale Maier, Caya Hälker, Adriana Filippone, Alicia Hanf, Laurien Simon Wüst und Fernanda da Silva gewählt. Nach den Wahlgängen stiegen die Jungsozialisten in die Antragsberatung ein, die sich durch alle politischen Ebenen zog. So fordern die Jusos in ihren zahlreichen Anträgen beispielsweise ein Beenden des „Ausblutens“ der Kommunen durch die hessische Landesregierung, eine kritische Bewertung des transatlantischen Freihandelsabkommens und die Stärkung des Europäischen Parlaments.  Das Schlusswort hielt die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion Christine Lambrecht. Lambrecht ging auf das bewusst gewählte Datum, den Weltfrauentag, ein. Noch immer würden Frauen in Deutschland für die gleiche Arbeit im Durchschnitt einen geringeren Lohn erhalten als ihre männlichen Kollegen. Aufgabe der Politik und der Sozialdemokratie sei es entgegen zu wirken und für eine Gleichstellung zu kämpfen. Mit der im Koalitionsvertrag vereinbarten Frauenquote für Vorstände würde dafür schon ein entscheidender Schritt erfolgen.

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