„Gebt den Erzieherinnen und Erziehern, was ihnen zusteht.“

„Gebt den Erzieherinnen und Erziehern, was ihnen zusteht.“

SPD-Nachwuchs unterstützt Forderung nach höheren Löhnen in Erziehungsberufen und warnt die Landesregierung

Gemeinsame Pressemitteilung der Jusos Hessen-Süd und der Jusos Hessen 

Anlässlich der Großkundgebung der streikenden Erzieher*nnen und Sozialarbeiter*innen erklären die Jusos Hessen-Süd und die Jusos Hessen:

„Vor Ort in den Kindertagestätten wird jeden Tag der Grundstein für Entwicklungschancen von Kindern und gute Bildung gelegt. Das muss endlich angemessen entlohnt werden. Gebt den Erzieherinnen und Erziehern, was ihnen zusteht“, forderte der Bezirksvorsitzende der Jusos Hessen-Süd Kaweh Mansoori am Rande der Kundgebung in Gießen. Nach Polizeiangaben nahmen 8.500 Menschen an der Kundgebung teil.

„Kindererziehung und frühkindliche Bildung gehören zu den verantwortungsvollsten Aufgaben unserer Gesellschaft“, so Mansoori weiter. „Das muss sich auch auf dem Lohnzettel bemerkbar machen. Eine angemessene Bezahlung ist nicht nur Ausdruck von Anerkennung für gute Arbeit sondern wird auch zur Aufwertung des Berufsfelds führen“, erklärte der Juso-Vorsitzende.

Höhere Löhne in den Sozialberufen müssten jedoch gegenfinanziert werden. „Die Union im Bund wird sich dieses Mal nicht mehr vor einer grundlegenden Debatte über eine gerechtere Lastenverteilung in unserem Land wegdrücken können. Wer eine Aufstiegsgesellschaft will, muss sich für frühkindliche Bildung einsetzen. Und wer frühkindliche Bildung will, muss die Steuerungerechtigkeit angehen“, forderte Mansoori.

Landesvorsitzender Pascal Barthel mahnte unterdessen Bund und Länder an, ihre Verantwortung nicht auf die Kommunen abzuwälzen. „Ich warne davor, dass Bund und Länder das Thema erledigen, in dem sie den Miesepeter nach unten an die kommunale Familie weiterreichen. Frühkindliche Bildung ist staatliche Aufgabe. Es ist der Staat, der das Geld dafür organisieren muss“, so Landeschef Barthel.

Gerade die hessische Landesregierung stehe hier in der Pflicht. „Die Kommunalfinanzen sind nicht der Steinbruch für den desaströsen Landeshaushalt“, stellte Barthel klar. Gerade durch die Kürzungen im kommunalen Finanzausgleich sei in den Kommunen kein weiterer Spielraum vorhanden. „Und den Haushalts-Tricksern von Schwarz und Grün sage ich voraus: Sollten sie am Ende versuchen berechtigte Lohnerhöhungen durch höhere Kita-Gebühren an die Eltern weiterzugeben, sägen sie an dem dünnen Ast, auf dem sie noch sitzen“, so Juso Landeschef Barthel abschließend.

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