„Wir müssen wieder Teil der Bewegung werden“ – Kaweh Mansoori neuer Vorsitzender der südhessischen Jusos

„Wir müssen wieder Teil der Bewegung werden“ – Kaweh Mansoori neuer Vorsitzender der südhessischen Jusos

Die diesjährige Bezirkskonferenz (16./17.05.2015) der südhessischen Jusos wählte in Frankfurt Kaweh Mansoori aus dem Kreis Gießen zum neuen Vorsitzenden.

 

In seiner Rede in Frankfurt erklärte der 26-jährige Rechtsreferendar, dass er die Jusos als Brückenbauer zwischen Politik und Gesellschaft verstehe: „Es reicht nicht im Austausch mit den Bewegungen zu sein, wir müssen wieder Teil der Bewegung werden“, so Mansoori. Aufgabe der Jusos sei es, progressiven mehrheitsfähigen Ideen mithilfe der SPD zur politischen Umsetzung zur verhelfen.

Inhaltlich müsse der Verband Sprachrohr der Freiheit werden. „Wir müssen heute die Kraft der Freiheit sein, die andere gegen Sicherheit ausspielen. Welchen Wert hat ein Leben in Sicherheit, wenn wir dafür grundlegende Werte unserer Gesellschaft aufgeben, wenn wir jeden unter Verdacht stellen, wenn Privatsphäre zur Illusion verkommt“, fragte Mansoori vor den 100 Delegierten. „Diejenigen, die unsere Sicherheit gefährden, haben es eigentlich auf unsere Werte abgesehen. Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, der wird am Ende beides verlieren“, so Mansoori weiter.

Freiheit dürfe allerdings nicht auf Bürgerrechte verkürzt werden. „Ich will die Freiheit ein erfülltes Leben unabhängig von Zwängen führen zu können. Die Freiheit um Dinge zu tun, die Freiheit um sich zu entfalten, die Freiheit um zu leben. Kultur, Bildung, Teilhabe und Sicherheit dürfen nicht ein Privileg der wenigen sein, sondern müssen allen Menschen zustehen. Wer Freiheit will, muss deswegen Gleichheit herstellen“, appellierte der Juso-Vorsitzende.

Thematisch wurde die Konferenz von der Kommunalwahl 2016 bestimmt. So sprachen sich die Delegierten gegen das Auseinanderdriften der Lebensbedingungen in Stadt und Land aus und forderten handlungsfähige, eigenständige Kommunen sowie eine funktionierende soziale Daseinsvorsorge vor Ort. „Wir wollen eine lebendige kommunale Familie, die gestalten kann statt nur die Mängel zu verwalten“, stellte Mansoori klar. Insbesondere müsse flächendeckende Mobilität, die ärztliche Versorgung per Rechtsanspruch, bezahlbarer Wohnraum durch Förderung des kommunalen Wohnungsbaus und die Anbindung des ländlichen Raums an das Breitbandnetz sichergestellt werden.

Daneben positionierten sich die Delegierten unter anderen gegen die Anschaffung von Kampf-Drohnen, für eine Umstrukturierung des Landesamtes für Verfassungsschutz nach dem sog. „Thüringer Modell“ und für eine humanere Flüchtlingspolitik.

Komplettiert wird der Bezirksvorstand von den stellv. Vorsitzenden Vivien Costanzo, (Kreis Darmstadt-Dieburg), Natalie Pawlik (Wetteraukreis), Giorgio Nasseh (Stadt Darmstadt), Myrella Dorn (Frankfurt), Jan Eric-Filipczak als Kassierer (Kreis Offenbach) und den Beisitzern Patrick Krug (Vogelsbergkreis), Elisa Scaramuzza (Wetteraukreis), Adrien König (Kreis Limburg-Weilburg), Lennard Oehl (Main-Kinzig-Kreis), Kira Jürgensen (Rheingau-Taunus-Kreis), Philipp Moritz (Main-Taunus-Kreis), Sanaa Boukayeo (Kreis Groß-Gerau), Christian Senker (Odenwaldkreis), Julia Schwarz (Wiesbaden) sowie Filippos Kourtoglou (Kreis Offenbach).

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