
Frankfurt, 27.07.2026 – Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin, bei dem eine Frau getötet und rund 30 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, kritisiert Rodan Zeybek, Bezirksvorsitzender der Jusos Hessen-Süd, die Reaktion von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
„Getroffen hat es Menschen, die auf der Straße waren, um ihr eigenes Leben zu feiern. Sichtbar, laut, ohne sich zu verstecken. Genau das war das Ziel des Täters. Ermittlungsbehörden und Innenministerium sprechen längst von einem islamistischen Anschlag. Der Bundespräsident spricht von einem Angriff auf die offene Gesellschaft. Das stimmt, aber es reicht nicht. Wer das Motiv nicht benennt, überlässt die Deutung anderen. Und die stehen längst bereit.“
Zeybek weiter: „Islamismus ist Islamismus und er muss auch so heißen. Das hat mit Pauschalverdacht nichts zu tun, im Gegenteil. Die allermeisten Muslim*innen in diesem Land sind entsetzt über diese Tat, die Verbände haben sich unmissverständlich geäußert. Wer Islamismus bekämpfen will, braucht diese Menschen als Verbündete. Deshalb sagen wir beides in einem Satz: Klarheit gegen den Islamismus, Solidarität mit den Muslim*innen.“
Mit Blick auf die zu erwartende Debatte warnt der Juso-Vorsitzende: „Die üblichen Verdächtigen werden diesen Anschlag benutzen, um eine ganze Religionsgemeinschaft in Haftung zu nehmen. Wir werden ihnen dabei nicht das Feld überlassen. Wer queere Menschen schützen will, muss den Islamismus bekämpfen und darf sich dabei nicht die Sprache der Rechten borgen.“
Die Jusos Hessen-Süd fordern dauerhaft besseren Schutz queerer Räume in Hessen und bundesweit, nicht nur an CSD-Wochenenden. Zeybek abschließend: „Die politische Spitze dieses Landes muss aufhören, den Terror kleiner zu machen, als er ist. Es fängt damit an, ihn beim Namen zu nennen.“
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