
Frankfurt 14.04.2026 – Die Jusos Hessen-Süd fordern ein 30 Euro Ticket für den öffentlichen Nahverkehr im Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV). Das vergünstigte Ticket soll eine kosteneffiziente und umweltfreundliche Alternative für den täglichen Weg zur Arbeit oder Schule bieten und die finanzielle Belastung durch gestiegene Energie- und Mobilitätskosten abfedern.
„Mobilität darf kein Luxus sein. Ein 30-Euro-Ticket für das gesamte RMV-Gebiet ist ein wirksamer Schritt, um Bürger*innen spürbar zu entlasten und den öffentlichen Nahverkehr langfristig attraktiver zu gestalten”, sagt Rodan Zeybek, Vorsitzender der Jusos Hessen-Süd, „Die heute verkündeten Entlastungen kommen reichlich spät. Wir müssen günstige Mobilität per Bus und Bahn dauerhaft garantieren, damit Pendler*innen in der Krise nicht wochenlang auf der Strecke bleiben.“
Das Interesse an günstigen ÖPNV-Angeboten ist belegt: Das 9-Euro-Ticket wurde im Sommer 2022 bundesweit 52 Millionen Mal verkauft – sein Nachfolger, das Deutschlandticket, kostet heute mit 63 Euro siebenmal so viel. Auf die Preiserhöhungen reagierten Nutzer*innen mit Kündigungen.
Angesichts des bundesweit gültigen Deutschlandtickets für 63 Euro erscheinen die RMVTarife kaum nachvollziehbar: Eine Monatskarte für Frankfurt kostet über 115 Euro, Pendler*innen zwischen Frankfurt und Wiesbaden zahlen mehr als 237 Euro – fast das Vierfache. Das vorgeschlagene 30-Euro-Ticket läge preislich deutlich unterhalb des deutschlandweit gültigen Angebots und wäre damit aus Sicht der Jusos ein wettbewerbsfähiges Angebot für die Rhein-Main-Region. Deshalb fordern die Jusos: Landespolitik und RMV müssen schnellstmöglich ein 30€-Ticket einführen, um die Menschen in der Rhein-Main Region von den Kosten der Energiekrise zu entlasten. „Der Erfolg des 9-Euro-Tickets hat gezeigt, dass günstige Preise den ÖPNV für breite Bevölkerungsschichten erschließen. Die aktuellen RMV-Tarife sind davon weit entfernt – hier braucht es ein attraktives, einheitliches Angebot”, sagt Rodan Zeybek.
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