Wer sind die Jusos?

Wir Jusos Frankfurt (Jungsozialist*innen) sind die Jugendorganisation der SPD Frankfurt, damit haben wir gerade auch eine besondere Verantwortung gegenüber der jungen Generation. Für viele sind wir Ansprechpartner*innen, wenn es darum geht, die Anliegen der jungen Generation an die SPD heranzutragen. Dieser Verantwortung tragen wir Rechnung.

Wir sind aber mehr als eine bloße Nachwuchsorganisation unserer Partei. Wir sind junge Menschen, die nachdenken und mit vielen Gegebenheiten nicht so einverstanden, aber überzeugt sind, dass meckern allein zu wenig ist. Wir entwickeln Zukunftsentwürfe und diskutieren offen mit unserer eigenen Generation darüber, wie wir in Zukunft arbeiten und leben wollen, kurzum: Wie wir uns für unsere Generation stark machen!

Wir haben eine klare Richtung und die heißt: Links. Links zu sein bedeutet für uns, für eine gerechtere Gesellschaft zu kämpfen und dafür zu sorgen, dass alle Menschen ein freies und selbstbestimmtes Leben führen können.

In einer Stadt wie Frankfurt prallen viele Gegensätze aufeinander: Es gibt Schüler*innen, die von ihren Eltern die Privatschule bezahlt bekommen und solche, deren Eltern kein Geld haben um eine Klassenfahrt zu bezahlen; es gibt Studierende, die ohne Mühe 370 Euro Semesterbeitrag pro Semester bezahlen können und andere, die trotz gebührenfreiem Studium zwei Jobs brauchen um über die Runden zu kommen; es gibt Unternehmen, die Rekordgewinne machen und weder ausbilden noch ihren Angestellten Löhne bezahlen von denen sie leben können.

Unsere Vorstellung einer gerechten Gesellschaft sieht anders aus!

Darum streiten wir für ein Leben, an dem jede*r gleichberechtigt teilhaben kann. Alle Menschen müssen die gleichen Chancen haben und in Freiheit leben können. Unabhängig von Einkommen, Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung.

Wir Jusos treten ein für ein solidarisches Miteinander und teilen den Grundsatz, dass starke Schultern die schwächeren stützen müssen. Das geht nur mit einem starken und demokratischen Staat, der dafür sorgt, dass es soziale Sicherheit und Gerechtigkeit für Millionen gibt und nicht nur für Millionäre.

Diese Vorstellungen sind nicht ohne Widerspruch von Machtcliquen, Kapitaleignern und angepassten Schichten durchzusetzen.

Sie sind nur durchsetzbar, wenn in bestimmten Bereichen Eigentumsverhältnisse und Denkstrukturen aufgebrochen werden und wenn wir für unsere Ideen eine breite gesellschaftliche Mehrheit mobilisieren können.

Unter anderem setzen wir uns ein für…

  • Gleiche Bildungschancen für alle unabhängig von sozialer Herkunft!
  • Gleichstellung aller Menschen!
  • Kampf gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus!
  • Eine soziale und ökologische Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung!
  • Eine Welt ohne Ausbeutung, Ausgrenzung und Kriege sowie eine globale Friedensordnung!

Aber nicht nur Gremien- und Parteiarbeit steht für uns im Vordergrund. Wichtig sind auch der gesellschaftliche Druck und das gesellschaftliche Engagement in den Schulen, Hochschulen, den Betrieben und auf der Straße. Unsere Vorstellung von einem selbstbestimmten und freien Leben orientiert sich an der Möglichkeit für Menschen, ihre Ansprüche realisieren zu können. Wichtige Meilensteine für uns sind hierbei Selbstverwirklichung, Kreativität, Zusammenhalt und Solidarität. Wir wollen nicht, dass Menschen danach beurteilt werden, wie und ob sie im Interesse der Ökonomie zu funktionieren haben bzw. ob sie in einer profitorientierten Welt nützlich sind.

Wir wissen aber auch, dass unsere Gesellschaft sich verändert hat und dass wir neue Antworten und Ideen brauchen. Wir stellen uns deshalb ganz bewusst in die Tradition des Demokratischen Sozialismus. Dieser war immer Vorreiter, wenn es darum ging, die Ansprüche von Menschen an Solidarität und Freiheit, an Gerechtigkeit und Innovation zu thematisieren und sich in die gesellschaftliche Auseinandersetzung einzuschalten. Aber jede Generation muss ihre eigenen Antworten auf die Frage finden, diese Ansprüche in der politischen Praxis umzusetzen.

Die SPD ist zwar mit 150 Jahren die älteste Partei Deutschlands, aber deswegen noch lange nicht angestaubt. Es gilt, unsere Gesellschaft mit zu gestalten. Hierzu wollen wir als Jusos einen Beitrag leisten. Wir würden uns freuen, wenn ihr dabei mitmachen wollt.

Dafür kämpfen und streiten die Jusos!

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Proletarier*innen aller Länder, vereinigt euch!