Jusos Frankfurt fordern Schutz für Frauen vor Vergewaltigungsbefürwortern

Jusos Frankfurt fordern Schutz für Frauen vor Vergewaltigungsbefürwortern

Der „Pick Up-Artist“ und bekennender Vergewaltigungsbefürworter Roosh V ruft für den 6. Februar zu internationalen dezentralen Meetings seiner Fans auf. Auch in Frankfurt sollten sich „Neomaskulinisten“ um 20 Uhr vor dem Dom versammeln. Nach neusten Meldungen wurde allerdings die Versammlung kurzfristig vom Veranstalter selbst abgesagt. Sollte es trotzdem zu einer solchen Versammlung kommen, oder auch in Zukunft angekündigt werden, fordern wir angesichts der offen frauenverachtenden und homophoben Ansichten, die Roosh V und seine Mitstreiter verbreiten, eine klare Positionierung durch die Stadt Frankfurt, um Frauen zu schützen.

„Erst letztes Jahr wollte Julien Blanc, bekennender Befürworter von Vergewaltigungen, ein Seminar in Frankfurt abhalten. Die Stadt hat damals völlig richtig gehandelt und hat es verboten. Wenn sich nun wieder in Frankfurt bekennende Sexisten und Antifeministen treffen wollen, um ihr menschenverachtendes Gedankengut zu verbreiten und womöglich Aktionen planen, die Frauen gefährdet könnten, fordere ich auch hier, dass die Stadt eingreifen muss, um ihre Bürgerinnen zu schützen! Auch wenn vorerst die Veranstaltung abgesagt ist, müssen wir wachsam bleiben und diese Szene weiterhin beobachten“, fordert Myrella Dorn, Juso-Sprecherin und SPD-Kandidatin für die Kommunalwahl.

„Politik und Medien sollten Frauen vor diesen Aktivisten warnen und Betroffene ermutigen bei sexuellen Belästigungen sofort Anzeige zu erstatten“, so Stefanie Minkley, Vorstandsmitglied und Sprecherin der AG Gleichstellung der Jusos Frankfurt. „Wir selbst werden mit einer Social Media Kampagne zu Gegenaktionen aufrufen und das Thema Street Harassment durch ein Street Art Projekt auch in Frankfurt sichtbar machen.“

Vorbild ist dabei das Projekt „Girl Gangs Against Street Harassment“, das in Mannheim von Künstlerinnen gestartet wurde und starke Frauenbilder gegen die ständige Objektivierung und Sexualisierung von Frauen setzen soll. Mehr Informationen: https://girlgangsover.wordpress.com/

Abschließend macht Myrella Dorn noch einmal deutlich: „Wir wollen und werden ein solches Verhalten nicht tolerieren und rufen als Jusos Frankfurt dazu auf, sich an eventuellen trotzdem stattfindenden Gegenprotesten zu beteiligen. Wenn ich als Stadtverordnete gewählt werde, werde ich mich für Frauenrechte, gegen jegliche Art von Diskriminierung und Sexismus einsetzen und dafür, dass solche Versammlungen in Zukunft mit einem klaren Signal aus dem Römer unterbunden werden. Männer, die Frauen vergewaltigen wollen oder sie aufgrund ihres Geschlechtes diskriminieren, haben keinen Platz in Frankfurt und werden dies auch von den Frankfurterinnen und Frankfurtern zu spüren bekommen.“

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