Jusos und Lambrecht im Gespräch Jusos unterziehen langjähriges Bundestagsmitglied einem „Kandidatencheck“

Die Jusos Bergstraße haben es sich zur Tradition gemacht, jeden SPD-Anwärter auf ein herausragendes Hauptamt im Kreis einem Kandidatencheck zu unterziehen. Am Mittwoch, den 16. November stellt die SPD in Lorsch die Weichen für die kommende Bundestagswahl. Da Bundestagsabgeordnete Christine Lambrecht sich auch bei der Wahl im kommenden Jahr um das Direktmandat im Wahlkreis 188 bewirbt, trafen sich die hiesigen Jungsozialisten und die seit 1998 im Bundestag vertretene Viernheimerin zu einem Gedankenaustausch.
„Der zu Ende gehenden Legislatur hat die SPD durchaus deutlich ihren Stempel aufdrücken können“, so Lambrecht, die seit 2013 als Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion agiert. „Mindestlohn, Mietpreisbremse, Frauenquote und nun die Einigung bei der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männer. Die SPD hat Wesentliches, für was uns unsere Wähler ihre Stimme gegeben haben, abgearbeitet. Alles nach dem Motto: Gesagt, getan, gerecht.“
Ebenso thematisierten die Jusos gemeinsam mit „ihrer“ Abgeordneten das Thema “globalen Handel”. Die  Jusos Bergstraße und auch die Juso-AG Bensheim, Heppenheim und Zwingenberg hatten gemeinsam mit vielen weiteren Bündnispartnern gegen die aktuelle Ausgestaltung des geplanten Freihandelsabkommen mit Kanada protestiert. Der SPD–Parteikonvent hatte nun dem vorläufigen Inkrafttreten des Abkommens zugestimmt, gleichzeitig aber Bedingungen für die weitere Verhandlung gesetzt. „Wir möchten Globalisierung gestalten, dazu brauchen wir eben solche Abkommen“, erläuterte Lambrecht. Der SPD-Nachwuchs wird insbesondere „globale Gerechtigkeit“ in den Mittelpunkt seiner Arbeit in den kommenden Monaten stellen. Lambrecht und Juso-Vorsitzender Marius Schmidt waren sich darin einig, dass „die aktuell hohe Zahl an Flüchtlingen zeigt, dass wir die Ursachen für Flucht- Armut und fehlende Entwicklung- bekämpfen müssen, um Menschen in ihrer Heimat ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. Den Worten müssen Taten folgen, mindestens in dem wir  das vereinbarte Ziel – nämlich 0,7 Prozent unseres BIP für Entwicklungshilfe auszugeben – endlich erfüllen.“ Die Jusos werden den Auftakt zu diesem Thema am Mittwoch, den 9. November mit einer Veranstaltung mit der ehemaligen MdB und der Vorsitzenden des Forums “Eine Welt” der SPD Hessen-Süd, Uta Zapf , gestalten.
Diesen Artikel teilen: Facebook Twitter Pinterest Google Plus StumbleUpon Reddit RSS Email

Comments are closed.