Jugendorganisationen fordern: Demokratisches Podium beim JuFo – Junge Alternative ausladen!

Jugendorganisationen fordern: Demokratisches Podium beim JuFo – Junge Alternative ausladen!

JuSos, Grüne Jugend und linksjugend.solid wurden zu vier Veranstaltungen des
Jugendforums (JuFo) eingeladen. Das Konzept sieht vor, dass an Schulen auf einem
Podium Vertreter*innen von sechs Jugendorganisationen (GRÜNE JUGEND, Junge
Liberale, JuSos, Junge Union, linksjugend.solid und auch Junge Alternative) diskutieren.
Wir halten die Veranstaltungsreihe für sehr wichtig und freuen uns über das Engagement
in diesem Bereich! Wir lehnen es aber ab, mit der Jungen Alternative auf einem Podium zu
sitzen und fordern das JuFo auf, den Vertreter der JA wieder auszuladen.

.
„Wir bedauern, dass das Jugendforum Politik rechten Stimmen und antidemokratischen
Positionen ein Podium an hessischen Schulen bietet. Als Demokrat*innen stehen wir jeden
Tag für Meinungsvielfalt und offenen Diskurs ein. Diskriminierung und Ausgrenzung
gehören allerdings nicht dazu. Wir haben frühzeitig klar gemacht, dass gerade der
Landesvorsitzende der Jungen Alternative Jan Nolte sich in der Vergangenheit für solche
Diskussionsrunden absolut disqualifiziert hat. Wir lehnen es ab, dass deutschnationale
Parolen ungefiltert verbreitet werden können. Ein umfassender Faktencheck zur
Widerlegung von Falschbehauptungen wäre Mindestvoraussetzung im Umgang mit der
AfD. Leider ist diese Voraussetzung nicht gegeben.“, erklärt der südhessische Juso
Bezirksvorsitzende Kaweh Mansoori.

.
Diese Haltung sei allerdings keine Absage an das Format von Podiumsdiskussionen an
den Schulen. „Das Format leistet einen wichtigen Beitrag um Schülerinnen und Schüler
zusammenzubringen, mit ihnen über zukunftsorientierte, junge Ideen zu debattieren und
ihr Interesse für politische Fragen zu wecken. Als Jugendorganisationen ist uns politische
Bildung natürlich sehr wichtig und deswegen sind wir dankbar für Formate wie das JuFo.
Die Schüler*innen werden in diesem Rahmen aktiv Teil der politischen Diskussion und wir
können ihnen zeigen, dass sich gesellschaftliches Engagement lohnt.“, so die Sprecherin
der Grünen Jugend Hessen Malena Todt.

.
Es ist für uns nicht zu erklären, welche Notwendigkeit besteht, die Junge Alternative auf
ein demokratisches Podium zu setzen: „Die AfD ist weder im hessischen Landtag, noch im
deutschen Bundestag vertreten. Gerade für Podiumsdiskussionen an Schulen stellt sich
die Frage, warum einer rechtspopulistischen Partei die Möglichkeit gegeben werden sollte,
ihre propgandistischen und ideologischen Meinungen zu präsentieren. Für uns ist klar: Wir
wollen auch mit der*m politischen Gegner*in über unsere Vorstellungen von Gesellschaft
diskutierten. Wir wollen aber nicht dabei helfen, Menschenfeindlichkeit und
antidemokratische Parolen als eine Meinung von vielen zu legitimieren. Die bloße
Teilnahme an Wahlen macht die AfD auch lange nicht zu einer demokratischen Partei –
ihre Inhalte bleiben dennoch antidemokratisch.“, stellt Nathalie Schäfer, Mitglied des
Landessprecher*innenrats der Linksjugend solid Hessen, fest.

Diesen Artikel teilen: Facebook Twitter Pinterest Google Plus StumbleUpon Reddit RSS Email

Comments are closed.