„Afghanistan ist kein sicheres Land“ – Jusos kritisieren aktuelle Massenabschiebungen vom Frankfurter Flughafen

„Afghanistan ist kein sicheres Land“ – Jusos kritisieren aktuelle Massenabschiebungen vom Frankfurter Flughafen
Foto:  (c) Dirk Vorderstrasse, www.vorderstrasse.de, CC-Lizenz unter https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

„Wir lehnen Massenabschiebungen in Bürgerkriegsländer ab. Afghanistan ist kein sicheres Land. Nach Angaben von Pro Asyl wurden im letzten Jahr in Afghanistan 1600 Zivilisten getötet, mehr als 3500 Menschen verletzt. Bei dieser Sicherheitslage sind Abschiebungen nach Afghanistan unverantwortlich. Um kurz vor Jahresende nochmal den Hardliner zu mimen und Stimmungen mitzunehmen, setzt der Bundesinnenminister mutwillig Menschenleben auf Spiel. Das ist mit der Verpflichtung, Menschen auf der Flucht zu schützen, unvereinbar“, kritisierte der südhessische Bezirksvorsitzende Kaweh Mansoori.

Filippos Kourtoglou, stellv. Bundesvorsitzender der Jusos ergänzte: „Schon die Struktur der sogenannten sicheren Herkunftsländer hat mit der tatsächlichen Sicherheitslage regelmäßig und im Fall Afghanistan auch ganz konkret nichts zu tun. Menschenrechte und Einzelschicksale müssen in den Vordergrund. Wir dürfen uns von Rechtspopulisten nicht zu Zielgrößen und Massenabschiebungen treiben lassen.“

Auch der Zeitpunkt der Abschiebungen sei unverständlich. „Das ständige Gerede über christliche-abendländische Leitkultur und Abschiebungen in der Weihnachtszeit in Kriegsgebiete passen nicht zusammen. Vor dem dritten Advent könnte auch der Bundesinnenminister konkret zeigen, was er unter Nächstenliebe versteht“, so Mansoori und Kourtoglou abschließend.

 

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