Der eklige Rechtspopulismus der AfD hat eine neue Kategorie erreicht

Der eklige Rechtspopulismus der AfD hat eine neue Kategorie erreicht

In dieser Woche hat AfD-Sprecher und Bundesvorstandsmitglied Konrad Adam in einer Pressemitteilung den Tod von Tuğçe A. instrumentalisiert und für billigen Rechtspopulismus missbraucht, noch bevor die auf tragische Weise ums Leben gekommene Offenbacherin beerdigt wurde. Ein infamer Vorgang, der jeglichen Anstand vor dem Opfer und seiner Familie vermissen lässt.

Doch damit nicht genug, offensichtlich ohne weitere Recherche wird zeitgleich unterstellt, dass der unlängst von Wetteraukreis mit dem Sozialpreis ausgezeichnete Friedberger Verein Antifaschistische Bildungsinitiative e.V. (Kurzform: AntifaBI e.V.) das Grundgesetz sowie die Versammlungsfreiheit missachte und Gewalt anwende.

Dazu erklärt der Vorsitzenden der Jusos Hessen-Süd, Christian Heimpel: „Hätte Herr Adam auch nur eine Minute recherchiert, hätte er erkennen können, dass der Verein nichts anderes macht, als sein voller Vereinsname aussagt: Antifaschistische Bildungsarbeit, also Bildungsarbeit gegen Rechts. In Form von Diskussionsveranstaltungen, Schulungen, Gedenkstättenfahrten, Aussteigerprogrammen und Beobachtung der nicht gerade unauffälligen Neonazi-Szene im Wetteraukreis. Und das ganze seit Jahren ohne Gewalt anzuwenden und mit großen Erfolgen, unter parteiübergreifender Anerkennung.“

Für die Jusos zeigt sich hier einmal mehr, welch wahren Geistes Kind die Rechtspopulisten der AfD bis in ihren Bundesvorstand sind: Sobald das Wort „Antifa“ irgendwo auftaucht, wird reflexartig rechter Terror mit linker Gewalt gleichgesetzt. Antifaschismus heißt eben nicht automatisch Schwarzer Block und Chaostage. Antifaschismus ist Zivilcourage, die unsere Gesellschaft so dringend benötigt. Für die AntifaBI im Wetteraukreis gilt dies nun verstärkt, denn seit der Auszeichnung durch den Wetteraukreis steigt auch die Gefahr für die Mitglieder und den Führungskreis der AntifaBI, selbst Opfer rechter Angriffe zu werden.

„Wir Jusos sind von der Aggressivität und Pietätlosigkeit der AfD schockiert! Herr Adamek und seine Freunde verharmlosen durch ihren diskreditierenden Vergleich rechte Gewalt und anstatt Anerkennung für den Mut einer jungen Frau Respekt zu zeigen, zieht die AfD durch diese Erklärung ihren Namen in den Schmutz. Dieser bisher einmalige Vorgang zeigt, dass der eklige Rechtspopulismus der AfD eine neue Kategorie erreicht hat. Unsere Gesellschaft darf nicht einfach hinnehmen, was hier hier geschieht!“, so Heimpel abschließend.

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