Jusos kritisieren CDU-Beschluss zur doppelten Staatsbürgerschaft

Jusos kritisieren CDU-Beschluss zur doppelten Staatsbürgerschaft

 „Erinnert an die Kampagne gegen Ausländer von Roland Koch und Volker Bouffier in Hessen“ 

Anlässlich des CDU Beschlusses zur doppelten Staatsbürgerschaft erklären die Jusos Hessen-Süd:

“Der Beschluss des CDU Bundesparteitages zur doppelten Staatsbürgerschaft ist der billige Versuch, auf dem Rücken von Menschen mit Migrationshintergrund am ganz rechten Rand zu fischen. Die CDU macht bei der doppelten Staatsbürgerschaft auf AfD light. Der CDU geht es bei ihrem Beschluss nicht um Pässe sondern um Stimmungsmache. Der Beschluss erinnert an die Kampagne gegen Ausländer von Roland Koch und Volker Bouffier in Hessen aus dem Jahr 1999”, erklärte der südhessische Juso Bezirksvorsitzende Kaweh Mansoori, der selbst die deutsche und die iranische Staatsbürgerschaft besitzt.

 Die doppelte Staatsbürgerschaft stehe für die Lebensrealität vieler junger Menschen. “In Offenbach, Rüsselsheim, Frankfurt oder Gießen wachsen bis zu 50% der Jugendlichen als Kinder mit Migrationshintergrund auf. Wir gehen zur Schule, machen eine ordentliche Ausbildung, üben einen Job aus und bringen uns in der Gesellschaft ein. Das Bekenntnis zu den Werten unseres Zusammenlebens liefern wir jeden Tag ab. Manche von uns betonen durch die doppelte Staatsbürgerschaft, dass sie noch andere Ursprünge haben. Die doppelte Staatsbürgerschaft ist ein Teil unserer Lebensrealität und fördert Integration. Die Absage der CDU an die doppelte Staatsbürgerschaft ist deswegen realitätsfremd und ausgrenzend”, kritisierte Mansoori. Im Übrigen blende der Beschluss aus, dass die doppelte Staatsbürgerschaft auch schon vor Aufhebung der Optionspflicht zur gesellschaftlichen Wirklichkeit gehört hat.

Die CDU müsse sich nun klar positionieren, wie sie es mit der gesellschaftlichen Modernisierung hält. “Wenn die CDU sich jetzt wieder stärker nach rechts orientiert, ist die Stimmungsmache gegen Ausländer nur der erste gefährliche Schritt. Auf dem Prüfstand stehen dann auch die Gleichstellung von Männern und Frauen oder die Anerkennung von Homosexuellen. Jetzt gilt es Farbe zu bekennen”, so Mansoori abschließend.

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