Schluss mit der modernen Ausbeutung

Junge Menschen haben es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer! Die Wirtschaft verlangt hohe Qualifikation und enorme Flexibilität bei Ort und Zeit der Arbeit. Im Gegenzug wird diese Arbeit oftmals nur sehr schlecht bezahlt und ist durch befristete Arbeitsverträge alles andere als sicher. Viele junge Leute bekommen noch nicht einmal einen Ausbildungsplatz oder nach der Ausbildung eine feste Anstellung. Oft sind es nur unentgeltliche Praktika oder Zeitarbeit zu Hungerlöhnen.

Für die SPD ist klar: Unsichere und schlecht bezahlte Jobs, sowie fehlende Ausbildungsplätze und Arbeitslosigkeit sind für Millionen junger Menschen Armutsrisiko Nummer Eins! Wir wollen allen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Dazu brauchen wir gute Arbeit und gerechte Löhne!

Die Ausbildungsgarantie muss her

Mehr als 200.000 junge Menschen in Hessen sind ohne abgeschlossene Berufsausbildung, bundesweit sogar ca. 1,5 Millionen. Deshalb brauchen wir eine Ausbildungsgarantie für alle jungen Menschen. Wer heute über keinen Berufsabschluss verfügt darf auch nicht im Stich gelassen werden. Daher brauchen wir ein Programm für eine zweite Chance auf dem Ausbildungsmarkt.

Vollbeschäftigung und Sozialunion

Wer Arbeiten will muss auch arbeiten können! Die Voraussetzung dafür ist Vollbeschäftigung. Zum Erreichen dieses Zieles muss auch die Wirtschaft in die Pflicht genommen werden. Darüber hinaus wollen wir eine aktive Arbeitsmarktpolitik, die auf Qualifizierung und Förderung setzt, anstatt auf Sanktionen und Demütigung.

Diese Probleme werden wir nicht im deutschen Alleingang, sondern nur gemeinsam auf europäischer Ebene lösen können. Die SPD steht als einzige Partei für eine Sozialunion im vereinigten Europa. Insbesondere die europäische Jugend ist millionenfaches Opfer der verheerenden Politik der letzten Jahrzehnte. Wenn Europa eine Zukunft haben soll, muss die Politik unserer „Generation der Krise“ wieder eine Perspektive geben.

Echter Mindestlohn von 8,50 Euro

In Deutschland arbeiten fast sieben Millionen Menschen unter 8,50 Euro die Stunde. Damit ist Armut vorprogrammiert. Wir brauchen daher endlich einen gesetzlichen Mindestlohn, der Lohndumping einen Riegel vorschiebt. In 20 der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird er seit Jahren erfolgreich praktiziert. Der Mindestlohn verbessert die Einkommenssituation von Geringverdienenden deutlich. Gleichzeitig werden die Betriebe vor Sozialdumping geschützt. Den Etikettenschwindel einer freiwilligen Lohnuntergrenze, wie sie sich die CDU vorstellt lehnen wir ab!

Mitbestimmung stärken

Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertretungen gewährleisten eine demokratische Beteiligung der Beschäftigten im Unternehmen. Jedoch gibt es für viele Beschäftigte diese Möglichkeit nicht, weil die Betriebsleitung das verhindert oder die gesetzlichen Schwellen zu hoch/kompliziert erscheinen. Wir sagen dazu „Mehr Demokratie wagen“! Mitbestimmte Unternehmen sind erwiesenermaßen auch wirtschaftlich erfolgreicher. Mitbestimmung ist ein wesentliches Element unserer Vorstellung von Wirtschaftsdemokratie.

In Hessen wird die SPD …

  • eine Ausbildungsgarantie, sowie ein Tariftreue- und Vergabegesetz einführen.
  • Vereinbarkeit von Beruf und Studium durch mehr und bessere Teilzeitstudiengänge fördern.
  • leichten Wiedereinstieg in den Beruf nach der Schwangerschaftszeit ermöglichen.
  • ein Programm für mehr Frauen in Führungspositionen durchführen.

Im Bund wird die SPD …

  • einen gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde einführen.
  • für Vollbeschäftigung kämpfen und einen würdevollen Wiedereinstieg in gute Arbeit ermöglichen.
  • das Sofortprogramm „2. Chance auf Berufsausbildung” auf den Weg bringen.
  • die Bezahlung von Frauen und Männern angleichen.
  • die Leiharbeit streng regulieren.
  • Betriebsräten mehr Mitbestimmungsrechte geben, um prekäre Beschäftigung zurückzudrängen.

Infoflyer

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